Friday, September 22, 2006

risikovorsorge cobank / vergleich usa

bekannterweise hat es seit der wiedervereinigung mit ausnahme des baubooms im osten nicht mal den ansatz einer immobilienblase in deutschland gegeben. der fall der mauer hat auch ducrh setuererleichterungen dazu geführt das im osten massiv gebaut worden ist. wie sich schnell herausstellte selten ökonomisch sinnvoll. eine presibedingte blase hat es hier jedoch nicht gegeben. damit sind wir hier echte "exoten".

es scheint fast so als wenn der rest der welt nur noch aus explodierenden immobilienpreisregionen besteht.

eine ganz wichtige frage wird zukünftig sein inwieweit die sicherheiten werthaltig sind.

die meldung der commerzbank zeigt jedoch deutlich das gerade die banken die stark in hypothekenfinanzierungsgeschäft eingebunden sind vor heftigen problemen stehen wenn sich die preise zurückentwickeln. nicht auszudenken wenn sie wie gerade in einigen regionen einbrechen.

wenn jetzt sogar die cobank auf dem preisniveau in deutschland das sich seit mehr als einem jahrzehnt nicht bewegt hat zusätzlich abschreiben muß kann man sich ausmalen was in den anderen ländern folgen wird.

nun könnte man meinen das risikoscheu wie bänker sein sollten entsprechende vosrorgen getroffen worden sind um sich entsprechend zu wappnen. think twice!

zumindest was die usa angeht ist die vorsorge trotz des größten booms aller zeiten auf ein rekordlevel gesunken. selbst wenn banken einen teil ihrer kredite verbriefen und weiterverkaufen so sind doch noch immer 60% aller assets in irgendeiner form dem hypothekensektor zuzuordnen.
http://immobilienblasen.blogspot.com/2006/07/risikovorsorge-nicht-notwendig.html

das ganze sieht zumindest was den bankensektor in den usa angeht nach wenig spaß aus. dazu kommt noch das die art der kredite durch innovationen immer riskanter geworden ist und der ein großteil der darlehen nur auf basis "interest only" also die kreditschuld nicht verringert wird. ganz zu schweigen von dem bereich der "option arms" wo die kreditschuld praktischerweise anwächst.


Baukredite drücken Commerzbank

Steigende Privatinsolvenzen und schwache Immobilienmärkte werden die Commerzbank in diesem und den nächsten Jahren schwer belasten. Das Institut gab auf seinem Investorentag eine Sonderwertberichtigung auf private Immobilienkredite von 300 Mio. Euro bekannt.

Dadurch wird die Risikovorsorge 2006 voraussichtlich auf 930 Mio. Euro springen. Würde die Eurohypo, die seit 31. März zum Konzern gehört, bereits ab Januar voll einbezogen, betrüge die Vorsorge fast 1 Mrd. Euro.

Eine so hohe Vorsorge für faule Kredite hat die Commerzbank seit der Bankenkrise 2003 nicht mehr betreiben müssen. Als Grund für die Sonderwertberichtigung nennt sie, dass sie ihre Bewertungsmethode für die Häuslebauerkredite stärker an der Methode ihrer Hypothekentochter Eurohypo orientiert. Diese stellt stärker auf den Wert der Sicherheiten ab, während die Commerzbank bislang primär die Bonität des Kunden betrachtete. Mit steigender Zahl der Privatinsolvenzen werden aber mehr Kredite ausfallen und Banken die damit finanzierten Immobilien verwerten müssen.

Die Extra-Vorsorge der Commerzbank kommt relativ spät. Doch ist das Institut auch erst durch den Eurohypo-Kauf zum zweitgrößten Finanzier für Häuslebauer aufgestiegen. Die HypoVereinsbank, Marktführer in diesem Bereich, muss seit langem immer wieder bei ihren privaten Immobilienkrediten nachlegen.

Risikovorsorge wird die Rendite verhageln

Dem Privatkundengeschäft wird die Risikovorsorge auch die nächsten Jahre die Rendite verhageln, wie aus der Präsentation von Privatkundenchef Achim Kassow hervorgeht.

jan-martin

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