Monday, October 23, 2006

Auch IBM ist eher keck bewertet

finde das hier einmal mehr die "vermeintliche" günstige bewertung" schön ins verhältnis gerück wird. dank an die financial times deutschland.

Donnerwetter. IBM hat den Umsatz im dritten Quartal währungsbereinigt sage und schreibe um vier Prozent gesteigert.

Dieser Tage scheint bereits das auszureichen, um den Titel mit einem Plus von gut vier Prozent auf den zweiten Platz auf der Liste der Tagesgewinner im marktbreiten S&P500 zu hieven.


Keine Frage, das Soft- und Hardwaregeschäft hat mit währungsbereinigten Wachstumsraten von sieben und acht Prozent diesmal ganz passabel abgeschnitten. Aber zur Erinnerung: Die Weltwirtschaft wächst im vierten Jahr in Folge - real - um rund fünf Prozent, und das sind recht zyklische Geschäfte. Die bei weitem größte Sparte von IBM, das Dienstleistungssegment, hat währungsbereinigt gerade mal um zwei Prozent zugelegt. Die Buchungen sind gar um rund 5,5 Prozent gefallen

Der Vorsteuergewinn ist insgesamt um 8,9 Prozent gestiegen. Das ist sicher respektabel. Nur sollen die Gewinne im S&P 500 eben um rund 14 Prozent zulegen. Und selbst wenn man für 2007 mit einer operativen Umsatzmarge von 15,5 Prozent rechnet, eine halbe Milliarde mehr Umsatz einkalkuliert als der Konsens, notiert die Aktie mit einem KGV von knapp 14 - also ungefähr im Einklang mit dem Markt.

Das mag vielleicht gerechtfertigt sein, falls man davon ausgeht, dass IBM diese dann enorme Rentabilität dauerhaft halten kann - und darüber hinaus langfristig um vier Prozent jährlich wachsen kann. Über die vergangenen zehn Jahre hat die Firma inklusive aller Übernahmen und Spartenverkäufe im Durchschnitt jedenfalls nur um rund 1,8 Prozent jährlich zugelegt. Auf dem aktuellen Kurs der Aktie gäbe das ein ordentliches Donnerwetter.

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