Monday, August 07, 2006

rezession möglich? nyt

erstaunlich das plötzlich immer öfter über ne mögliche rezession gesprochen wird. habe bis zum mai und juni kaum mal word rezession zu sehen bekommen.

Intimations of Recession, by Paul Krugman, Commentary, A Recession?, NY Times:

These are the dog days of summer, but there’s a chill in the air. Suddenly — really just in the last few weeks — people have starting talking seriously about a possible recession. And it’s not just economists who seem worried. Goldman Sachs recently reported that the confidence of chief executives ... has plunged... On the face of it, this loss of faith seems strange. Recent growth and jobs numbers have been disappointing, but not disastrous.

But economic numbers ... always have to be interpreted as part of a story. And the latest numbers, while not that bad taken out of context, seem inconsistent with the stories optimists were telling about the U.S. economy.

The key point is that the forces that caused a recession five years ago never went away. Business spending hasn’t really recovered from the slump it went into after the technology bubble burst... Also, the trade deficit has doubled since 2000, diverting a lot of demand away from goods produced in the United States.

Nonetheless, the economy grew fairly fast over the last three years, mainly thanks to a gigantic housing boom. This boom led directly to unprecedented spending on home construction. It also allowed consumers to convert rising home values into cash ... so that ... spending could run far ahead of ... incomes...

Even optimists generally concede that the housing boom must eventually end... But the conventional wisdom was that housing would have a “soft landing”... You might say that the theory was that business investment and exports would stand up as housing stood down.

The latest numbers suggest, however, that this theory isn’t working much better on the economic front than it is in Baghdad. ... Now, for the first time, problems in the housing market are starting to seriously reduce economic growth: the latest ... data show real residential investment falling at an accelerating pace..., falling employment in home construction, and [falling] retail employment ... suggesting that consumer spending is running out of steam. (Gas at $3 a gallon doesn’t help...) ...

Now maybe we’ll still manage that soft landing despite a rapidly rising number of unsold houses; or maybe there’s a boom in business investment and/or exports just over the horizon. But based on what we know now, there’s an economic slowdown coming.

This slowdown might not be sharp enough to be formally declared a recession. But weak growth feels like a recession to most people; remember the long “jobless recovery” that followed the official end of the 2001 recession?

And what will policy makers do about a slump, if it happens? A snarky but accurate description of monetary policy over the past five years is that the Federal Reserve successfully replaced the technology bubble with a housing bubble. But where will the Fed find another bubble? (die mutter aller fragen!)

And with the budget still deep in deficit and the costs of the Iraq war still spiraling upward, it’s hard to see Congress agreeing on any significant fiscal stimulus package — especially because history suggests that the Bush administration and Congressional leaders will turn any debate about how to help the economy into yet another attempt to smuggle in tax cuts for the wealthy.

One last thing: the real wages of most workers fell during the “Bush boom” of the last three years. If that boom, such as it was, is already over, workers have every right to ask, “Is that it?”

gruß
jan-martin

6 Comments:

Blogger leosdad said...

Hi,
letzte Woche war ich noch "anonymus", hab mir aber jetzt eine Identitaet zugelegt...

Mann, dieses Blog hat (heute)mehr Beitraege, als jemand, der nebenbei arbeiten muss, lesen kann :)
Ja, was eine moeglich Rezession angeht, daran glaubt im dauer-optimistischen California keiner. Aber auf der anderen Seite lesen eben diese Leute nicht Blogs, wie die hier so oft rezensierten. Die meisten Leute beziehen ihre "Information" von 'Faux'News und anderen unsaeglichen TV-Stationen.
Insbesondere bin ich immer wieder erstaunt, wie sehr meine Kollegen, (alle Betriebswirte) eine ausschliesslich rueckwaerts-gewandte Logik anwenden. Erst kuerzlich sagte mir einer, dass sein Haus (in West Sacramento) jedes Jahr mit hoeherem Wert geschaetzt (appraised) wurde, und daher, unschlagbare Logik, das auch weiterhin so sein muss. Der linearen Denkweise ist sehr schwer zu entkommen, und vor allem fuer Betriebswirte, deren alltaegliches Denken komplett auf die Vergangenheit (Monatsberichte...) ausgerichtet ist, ist es offenbar unmoeglich, sich vorzustellen, dass morgen eben nicht so ist wie gestern. Volkswirte nennen das 'ceteris paribus', und es ist ok, um bestimmte Effekte isoliert zu bewerten. Bedauerlicherweise nehmen zu viele Leute solche Anaysen als die volle Wahrheit.
Nur ein paar Kommentare meinerseits heute...
Gruss nach Deutschland

8:17 AM  
Blogger jmf said...

besten dank. dürftetst damit der erste angemeldete sein.

bin selbständig und verdiene mein geld an der börse. in der regel kopiere ich ja die von mir eh gelesenen berichte. hast aber recht. heute ist besonders viel action.

ich sehe als konsequenz der so "intelligenten medien" kein cnbc und auch kein bloomberg mehr. fox konnte ich zum glück nie empfangen. hätte ich wohl auch keine 5 minten ausgehalten......

die denke der leute will mir auch nicht in den kopf. gerade nach den erfahrungen der nasdagbubble. ich habe dort teuer lehrgeld zahlen müssen. schieben das aber auf mein damals noch jungens alter (anfang 20). wie allerdings studierte und quer durch alle altersklassen so tief drinnen stecken jagt mir schauer über den rücken.

wenn du aus californien kommst solltets du dir wenn noch nicht geschehen im archiv unbedingt mal das video von prof. thornberg angucken. lohnt wirklich!

gruß nach californien

9:21 AM  
Blogger Markus Arelius said...

Hallo Jan-Martin,
Schöne Grüsse aus Orange County, California! Ihr würdet die Situation hier nie glauben. Ich habe niemals so viel Häuser zum Verkauf gesehen. Es ist alles sehr ungewöhnlich für OC. Häuser sind in OC immer sehr teuer gewesen, z. B. 3 Kammer, 2.5 Bad um $685K bis $750K! Aber jetzt senken die Preise allmählich. Falls die Federal Reserve Banke Zinsenrate wieder höher gestellt wird, wird die schlechste Rezession der USA seit 1981 nur beschleunigt werdren. Warte nur ab bis September als der Sommer aufhört und Schule fängt wieder an - dann kommt die echte Verzweifelung. Der Immobilien-Industrie in Amerika braucht echte Reform. Die Immobilienmakler sagten ständig: "Vertrau uns - Immobilien geht nur nach oben". Sie wurden bezahlt als es nach oben ging und werden (leider) wieder bezahlt als alle Hausbesitzer Bankrott gehen.

Meiner Meinung nach eine grosse Rezession kommt. Wir können darauf verlassen!
Tschüssi!

9:54 AM  
Blogger jmf said...

es muß wirklich atemberaubend sein.

habe vor ca. 2 jahren das erste mal was über den bubble gelesen und konnte soviele sachen nicht glauben. z.b. die ganzen verrückten finanzierungsformen.

erst nachdem ich das bei 3-4 verschiedenen quellen gelesen habe wurde mir das ganze ausmaß bewußt.

das verrückte war das kurz nachdem ich dann short gegangen bin (hb) die kurse weiter explodierten.

wäre fast wahnsinnig geworden zum glück sind die kurz danach gedreht und dann auch plangemäß abgetaucht.

wirklich unglaublich.

gruß

10:33 AM  
Blogger leosdad said...

Was die Medien, angeht, zumindest hier in den USA, da kann ich leider nichts Gutes darueber schreiben. Das gilt vor allem fuer das TV, aber auch Tageszeitungen, wie z.B. die hier lokale Sacramento Bee, sind normalerweise nicht hilfreich, obwohl ich zugeben muss, dass meine Frau gerne die taeglichen Mord-und Totschlagnachrichten liest, aber das nur nebenbei...
Wenn ich es mir recht ueberlege, liegt die Ursache nicht unbedingt bei den Medien, denn die berichten ja, gemaess ihrem Auftrag, nur das was bereits passiert ist, und insofern liegen sie nicht so komplett falsch. Das Problem liegt eher in der Denkweise oder Erwartungen von uns, den Leuten, welche in die Zukunft blicken (hoffentlich): Wir erwarten, dass die Medien vorausschauen und genau darin liegt der Trugschluss. Normalerweise ist das gut genug, aber fuer Investoren im weitesten Sinne, d.h. einschliesslich zukueftige Hauseigentuemer wie mich, waeren diese Nachrichten nicht nur nutzlos, sondern regelrecht meinem Kontostand abtraeglich. Unsere Gehirnestroeme sind so gewickelt, dass wir Erprobtes und Bewaehrtes erwarten, und das ist im taeglichen Leben unsere beste Alternative. Nicht so aber wenn es um zukuenftige finanzielle Entwicklungen geht. Da muessen wirt uns bewusst und absichtlich vom ‚common sense’ abkoppeln, und so ziemlich genau das Gegenteil von dem tun, was alle anderen machen. Und eben weil das so radikal anders ist, faellt es uns, einschliesslich mir selbst, oft so schwer. Wer will schon ein ‚loser’sein, wo do ‚jeder’ genau weiss, wie der Hase laeuft. In meiner Marketingvorlesung nannte man den Effekt damals ‚cognitive dissonance’, und meiner Erfahrung nach sind die USA darin noch ‚weiter’ als Deutschland (Ironie beabichtigt).
Was Orange County angeht, da kenne ich micht nicht so genau aus, mein Feld ist das „Central Valley“ mit Schwerpunkt Sacramento, aber es scheint, dass die dort in Southern CA uns hier im Norden nur unwesentlich voraus sind.

Persoenliche Erfahrung: Wir mieten ein kleines Haus (990 sq feet), das 1998 fuer $124,000 verkauft wurde. Nachdem die Eigentuemer 2003 ein groesseres Haus kauften und auszogen, fiel ihnen ploetzlich ein, dass die Steuergesetze hier den Spekulationsgewinn steuerfrei lassen, wenn die Transaktion innerhalb 5 Jahren stattfindet, wobei der Eigentuemer mindestens 2 Jahre selbst darin wohnen muss. In unserem Fall galt das fuer die ersten zwei Jahre der 5-jahresfrist. Kurz, um den Gewinn steuerfrei zu behalten, haette das Haus bist zum 30. Juni dieses Jahres verkauft werden muessen. Die Eigentuemerin (eine Bekannte von uns, und ein Certified Public Accountant, man hoere und staune) hat diesen Termin praktisch verpennt, und wollte das Haus im April auf die Schnelle fuer $399,000 verkaufen, mehr als verdreifachterWert. Das Ergebnis: in knapp drei Monaten mit „Sales sign“ im Vorgarten kam genau 1 (ein) Interessent, um das Haus anzuschauen. Schliesslich lief die Frist aus, und das Verkaufsschild wurde still und leise wieder entfernt. Unsere Bekannte rief uns an, und aeussserte die Hoffnung, dass wir ihr hoffentlich nicht boese seien (sind wir nicht, denn wir fuehlen uns da wohl), und alles hoffentlich vergeben und vergessen sei.
Nur ein persoenliches Beispiel wie solche Dinge hier abgehen.

In diesem Fall gibt es keine wirklichen Verlierer, denn die Eigentuemer wollten nur einen schnellen Dollar machen. Ihre Investition vom $124K ist meiner Meinung nach nach wie vor eine sehr Gute, denn unsere Miete ist $1,235 monatlich, und zumindest, solange wir hier wohnen, ist die Rendite nicht uebel. Verkaufen koennen sie allerdings das Haus meiner Einschaetzung nach nicht fuer einen Spekulationsgewinn. Zumindest nicht fuer sehr lange Zeit. Ein weisser Elefant, also.
Gruss

11:42 AM  
Blogger jmf said...

man muß in scahen medien nur die täglichen berichte auf bens blog antun.

die berichten wenig informativ.

bi svor kurzem wurde in jedem bericht ein makler bzw. neier von der nar zitiert. die haben ein natürliches interesse den markz´t zu hypen.

einziemlich schwaches bild. denke das den medein das mittel bis langfristig übel genommen wird. nicht umsonst gehen auflagen auch bedingt durch das internet zurück, wenn mann daa´nn aber eh keinen mehrwerrt bietet beschleunigt sich das ganze noch dramatisch.

habe in sachen börse den meisten erfolg abseits/entgegengesetzt der herrschenden meinung gehabt. setzte
also fast immer nicht auf die masse sondern oft dagegen.

ist zwar teilweise nervig weíls ich viel zu oft zu früh mit trades am markt bin. muß oft 3-6 monate warten bis sich das auszahlt.

ist aber so das nach allem was ich so zu lesen bekomme ich einfach nicht großartig investments auf der longseite tätigen kann. könnte dann nicht ruhig schlafen.

die nächsten monate und vor allem das jahr 07 und 08 werden extrem spannend und für amerika wohl eher weniger erfolgreich. die anpassung ist aber unausweichlich und längerfristig sicher nicht nachteilig.

9:33 PM  

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